Klassenfahrt nach Pottenstein

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„Besser spät als nie“

Ein Motto, das für so viele Dinge im Leben stehen könnte. Wie beispielsweise

  •   den Ort Pottenstein kennenlernen,
  •   zu wissen, dass Tante Emma kein Mitbewerber von REWE ist und
  •   als Jugendlicher den Entschluss zu fassen: „Die WS Nürnberger Land ist der beste Ort für mich zum Erlangen der Mittleren Reife!“

Aber auch der jährliche Besuch der Jugendherberge durch unsere Eingangsklasse WS 8 stand ganz im Zeichen obengenannten Mottos. Der Aufenthalt in Pottenstein soll üblicherweise den Schülerinnen und Schülern der WS8 bereits zu Beginn des Schuljahres die Chance bieten, sich schneller kennenzulernen und als Klasse zusammenzuwachsen.

Jugendherbergen erleben jedoch in den Jahren nach der Pandemie einen unglaublichen Ansturm, so konnte von Glück gesprochen werden, in diesem Schuljahr überhaupt einen Platz zu bekommen. Zwar erst im Februar, aber besser spät als nie!

Das kleine beschauliche Örtchen liegt im Herzen der Fränkischen Schweiz und begeistert Jung und Alt durch sein großes Angebot an Freizeitaktivitäten, atemberaubenden Landschaften und kulinarischen Schmankerln. Die ortsansässige Jugendherberge unterstreicht diese regionalen Vorzüge durch ihr breites erlebnispädagogisches Angebot, unter anderem für Schulklassen, also warum in die Ferne schweifen, wenn das Glück so nah?

Die drei gebuchten Bausteine sollten den Schülerinnen und Schülern „besser spät als nie“ die Möglichkeit geben, vielseitige Erfahrungen zu sammeln und sich individuell, aber auch als Klasse weiterzuentwickeln. Während des ersten Bausteins – Teamfindung, wich die anfängliche Zurückhaltung rasch einer entspannten Atmosphäre. Gemeinsam wurden verschiedenste Aufgaben gekonnt gelöst. Schnell wurde festgestellt, dass man als Team doch mehr schaffen kann als allein.

„Ich traue mich und vertraue dir!“ Zwei wichtige Erkenntnisse des Kurses Klettern in der Halle und am Fels, dem ersten Programmpunkt am zweiten Tag. Ein Erfahrungsfeld, dass neben der körperlichen Anstrengung auch den mentalen Bereich sehr fordern kann. Nachmittags hieß es „ruhig atmen, den Pfeil in die Nocke hängen, mit gleichmäßig - aber kräftigem Zug die Sehne Richtung Wange spannen, das Ziel in Verlängerung zur Spitze und Sehne bringen, erneut ruhiges Atmen und Loslassen“ - die perfekte Technik beim Bogenschießen. Unsere WS-Schüler und Schülerinnen sind Naturtalente. Innerhalb weniger Trainingsschüsse konnten sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Im anschließenden Wettkampfschießen lieferten sich die einzelnen Teams ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen und schlussendlich konnte jeder Einzelne auf seine eigene Leistung stolz sein, auch die Lehrkräfte.

Ausgelassene Runden Uno, spannende Spiele am Tischkicker und viel Zeit zur individuellen Gestaltung rundeten die abwechslungsreichen Tage ab.

Durch die Bereitschaft unserer Schülerinnen und Schüler, den Schullandheimaufenthalt aktiv und verantwortungsbewusst mitzugestalten, können alle auf drei abwechslungsreiche, humorvolle und kurzweilige Tage zurückblicken.

Fabian Christoph

 

geschrieben am 05.06.2024